Crazy Europacup Zagreb

Ich kreiierte auf der Heimreise von Zagreb einen Rückblick auf die Woche mit zehn Bildern und teilte Sie auf Instagram in meiner Story. Natürlich sollen meine Blogleser auch etwas davon haben, also here we go!


Klick auf das erste Bild und folge der Slideshow.

Unten gibts dann noch ein paar Worte dazu. 👇🏻





Slalomrennen

Wir haben also so einiges erlebt! Die Slalomrennen beendete ich mit je zwei fünften und zwei sechsten Rängen und bin damit zufrieden. Keine Glanzleistungen, jedoch eine super Konstanz, die ich mitnehmen möchte in die nächsten Rennen!


Kein Riesenslalom

Leider fand aufgrund des Schneemangels kein Riesenslalom statt, dafür mehr Slalomrennen. Die Piste war schlicht zu eng und vor allem im unteren Teil auch alles andere als eben. Es wäre schwierig gewesen, für alle Fahrer die gleichen Pistenbedingungen herzustellen und so wäre ein faires Riesenslalomrennen unmöglich gewesen.


Schnee?

Der Schneemangel war also ziemlich drastisch. Die Bahnen produzierten in der Nacht jeweils Schnee mit «normalen» Schneekanonen und tagsüber durchgehend Eis mit einem «Snowfactory». Das ist so eine Art grosser Kühlschrank, in dem unabhängig von der Aussentemperatur Schnee bzw. Eis produziert und dann ausgespuckt wird. Aber schaut euch das Video unten selbst an.

Das machen die Betreiber der Bahnen weniger wegen unseren Rennen, sondern vor allem auch, weil sie nur bis ende Februar künstlich Schnee produzieren dürfen. Sie möchten aber das Skigebiet noch eine Weile geöffnet haben.


Diese hochwertigen Anlagen zur künstlichen Beschneiung besitzen sie, weil anfangs Januar jeweils ein FIS-Damen-Weltcup dort stattfindet. Böse Zungen behaupten, das Skigebiet existiere nur noch wegen diesem Event – durch die unmittelbare Nähe zu 800’000 Leuten alleine in Zagreb ist das Rennen jeweils ein grosses Publikumsmagnet.


Natürlich ist die Verschwendung unglaublicher Energiemengen, um an Orten Skifahren zu können, wo es die Natur eigentlich nicht mehr zulässt, völliger Unsinn. Trotzdem bin gerade ich als Skifahrer nicht unschuldig an der Misere – wer fährt schon nach Zagreb, um Ski zu fahren? Ich versuche mich in die Ausrede zu retten, dass Leistungsport selten sinnvoll ist, auch wenn ich mir bewusst bin, dass das Argument lächerlich ist.

Corona

Die Corona-Geschichte war ziemlich komisch... Am Zoll bei der Einreise mit dem Auto wurden wir gefragt, woher wir kommen. Wir sagten aus der Schweiz, und die Frage, ob wir via Mailand fuhren beantworteten wir mit ja. Und so konnten wir schon fast nicht ohne Fiebertest ins Land einreisen, aber die Leute am Zoll waren zum Glück so beschäftigt mit Cars und Bussen, dass sie uns einfach durchliessen.

Dann kam die Story vom Hotel… Das Hotel ist die perfekte Quarantäne. Es liegt auf dem Gipfel des Slijeme, auf dem ausser viel Wald, einem Sendeturm, dem Skigebiet mit Restaurant und eben diesem Hotel absolut nichts ist. Jedoch ist es nur 30 Auto-Minuten vom Stadtrand entfernt, und dadurch trotzdem sehr nahe. Also bekamen wir am Donnerstag-Morgen den Bescheid von der Regierung, wir müssten das Hotel bis am Nachmittag räumen. Das IPC (International Paralympic Comitee) organisierte für uns ein Hotel in der Stadt. Das Gebäude konnte also als Quarantäne für Verdachtsfälle genutzt werden. Ins Skigebiet, wie erwähnt in unmittelbarer nähe zum Hotel, durften wir jedoch immer noch und bis zu unserer Abreise am Sonntag war das Gebäude nicht «benutzt».

Mit diesen Erlebnissen waren wir dann irgendwie ganz glücklich, wieder zu Hause zu sein!

Bleibt gesund!

// Pascal