Supporter-Apéro 2021: Heissi Marroni, Glühwein und ein grosses Danke!

Die Luzerner Zeitung berichtete am 09.12.2021 über den Event:


Sein Traum sind die Paralympics in Peking

Am Supporter-Apéro gibt Behindertensportler Pascal Christen Einblicke in seinen Sportleralltag. Der Athlet verrät, dass es am Start oft Mut braucht.

Der Anlass war gut besucht: Rund 50 Personen folgten der Einladung des Skirennfahrers und Rollstuhlsportlers Pascal Christen nach Stans. Heisse Marroni & Glühwein passten zur garstigen Witterung und waren eine Geste der Wertschätzung von Pascal Christen an seine Gönnervereinigung, Sponsoren, Rollstuhlsport Schweiz, Ausrüster, Partner, Trainerteam und Familie. Michi Röösli ist von Anfang an Mitglied in der Gönnervereinigung 100er-Club und ergänzte: «Ich besuchte mit Pascal Christen das Kollegi und seither begleite ich ihn auf seinem Weg und unterstütze ihn auch an Rennen.» Röösli beeindruckt die Rückkehr nach dessen Tiefschlag besonders.


Pascal Christen inmitten seiner Supporter und Sponsoren.

Bild: Ruedi Wechsler (Stans, 29. November 2021)


Rückblick auf die erste Weltcup-Saison

Pascal Galli ist mit Freundin Barbara aus Seftigen angereist. Er lernte Pascal Christen 2015 beim Biken in den Ferien in Frankreich kennen. «Ein Jahr später habe ich von seinem Unfall erfahren. Zunächst war ich sehr besorgt. Als ich dann Pascal ein halbes Jahr später in Nottwil besuchte, war ich positiv überrascht», erinnert sich Galli. Er traf auf ein motiviertes und voller Tatendrang strotzendes Energiebündel und das sei bewundernswert. Profisportler Pascal Christen zeigte sich gegenüber den Besuchern sehr dankbar und blickte auf seine erste Weltcup- und Europacup-Saison zurück.


Das A-Kader-Mitglied vom Swiss Paralympics Ski Team schaffte es gleich zweimal auf das Podest. Bereits vor seinem Unfall sei er intensiv auf Skiern oder auf dem Bike unterwegs gewesen. «Abfahrt und Super-G im Monoskibob sind wirklich krass. Rein technisch habe ich das Niveau, um die schnellste Linie zu fahren», erzählte Christen. Vor allem bei den Sprüngen sei es mit seiner hohen Lähmung LW10-2 in der Luft unmöglich, im Rumpfbereich zu korrigieren, und er fügte an: Es brauche sehr viel Mut, wenn er oben am Start stehe und versuche, die beste Linie zu erwischen.

«Nach sechs Monaten Reha in Nottwil fand ich mich im Handbike wieder und schon bald kam der Wunsch nach Skifahren im Monoskibob», so Christen. Da mussten mehrere Hürden überwunden werden, um dem Ziel Paralympics Peking näher zu kommen. Eine ehemalige Physiotherapeutin kontaktierte ihn mit dem Crowdfunding-Projekt. Muss das denn sein, fragte sich der 29-Jährige und er wollte es doch mit eigenen Mitteln schaffen. Das Projekt schlug ein wie eine Bombe und innerhalb von 30 Stunden war das gesteckte Ziel erreicht. «I Believe in You» kam auf ihn zu und fragte, ob er den Betrag nicht erhöhen möchte, aber Pascal winkte ab.


«80% des Sports findet im Kopf statt, und trotzdem trainieren wir die Physis. Das Rennen gewinnt nicht der beste Bankdrücker – aber wenn ich am Start stehe, und weiss, dass ich kräftiger bin als der Athlet vor und jener Athlet hinter mir, gibt mir das ein Selbstvertrauen, welches mir zum Sieg verhilft», so Christen. Die anstehenden Weltcup-Rennen in Österreich, St.Moritz oder Veysonnaz entscheiden, ob der Profisportler – er hat sein Studium im letzten Frühling unterbrochen – nach Peking fährt.


Momentan kann Christen nicht richtig einschätzen, wo er genau steht und welche Athleten in dieser Olympiasaison neu dazustossen. Kürzlich seien mehrere Chinesen am Start gewesen und die Konkurrenz werde immer grösser. Gastreferent Gregor Boog, Berufstrainer und angestellt in der Sportmedizin Nottwil, betreut unter anderem auch Pascal Christen. Er brachte den Besuchern Themen wie Mentale Stärke, Ethik, Beziehung zwischen Trainer und Athlet, Kommunikation, Druck, Erwartungen, Verlässlichkeit, Emotionale Stabilität oder Motivationsebene näher. Gregor Boog schwärmt von seinem Athleten Pascal Christen und ergänzte: «Er ist sehr ziel-, zukunfts- und sinnorientiert, selbstkritisch und er hat eine grosse Affinität zur Technik.»


Quelle: Luzerner Zeitung



Eindrücke vom Apéro


Eindrücke vom vergangenen Jahr: Supporter-Apéro 2020

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