Crowdfunding gestartet!

Zuerst war ich skeptisch. Ich habe generell etwas Mühe, bei fremden Leuten – oder noch schlimmer; bei Bekannten – nach Geld zu fragen. Inzwischen bin ich ganz froh, habe ich von Karen Métrailler und Jonas Dähler den Anstupser und damit die nötige Überwindung bekommen. Sie sind Sportstudenten an der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen und fassten den Auftrag, ein Crowdfunding-Projekt zu begleiten.


In der Vergangenheit habe ich auch schon die Meinung vertreten, dass man als Sportler nichts anderes als ein Marketingtool ist, und wenn die Nachfrage nach dem Athlet nicht da ist, dann hat er wohl keine Daseinsberechtigung als solcher – denn niemand finanziert ihn.


«Mein Traum: Paralympics»

Aber diesmal ist es anders. Es geht um einen Traum. Um meinen Traum, an den Paralympics 2022 dabei zu sein. Und ich denke, viele andere glauben auch an meinen Traum und hätten sogar Freude, mich dabei zu unterstützen. So habe ich zur Anfrage der eingangs erwähnten Studenten eingewilligt und wir haben gemeinsam das Crowdfunding-Projekt «Mein Ziel: Paralympics» ins Leben gerufen.


Deswegen suche ich nun auf der Plattform «I believe in you» nach finanzieller Unterstützung, um im Jahr 2021 noch professioneller trainieren zu können und mich für die paralympischen Winterspiele im Folgejahr zu empfehlen. Hier gehts zum Crowdfunding – herzlichen Dank für deine Unterstützung!






Warum suche ich finanzielle Unterstützung?

Der Behindertensport hat sich in den letzten Jahren stark professionalisiert. Das freut, denn gleichzeitig steigt auch die Medien- und somit Sponsoren-Aufmerksamkeit, wenn auch nicht mit derselben Geschwindigkeit. Behindertensportler vieler anderer Länder haben mit einer Anstellung beim Zoll oder anderen staatlichen Förderprogrammen einen deutlichen Vorteil, und können sich zu 100% dem Sport widmen. So bin ich nun an einem Punkt, an dem ich vollprofessionell trainieren muss, um meine Ziele zu erreichen – finanziell lässt sich dies aber mit meinen aktuellen Sponsoren- und Fördergeldern bei weitem nicht decken. Deswegen bin ich auf fremde Hilfe angewiesen.

Ausgaben pro Saison

CHF 9600.– für Trainings und Rennen

Die höchsten Ausgaben sind Flüge, Hotels und Skitickets, obwohl den Athleten vom Verband nur einen Anteil der effektiven Kosten verrechnet werden. Im 2021 finden einige für die Qualifikation für Beijing 2022 entscheidende Wettkämpfe statt: So zum Beispiel die WM im Februar in Lillehammer NOR und den Testevent im März für die Paralympics China natürlich neben diversen Weltcuprennen in der Saison 20/21 und 21/22.


CHF 7000.– für Mobilität

Ein weiterer grosser Budgetposten sind die mit dem Privatauto (70 Rp./km) zu Trainings gefahrenen Kilometer und weitere mit der Mobilität in Zusammenhang stehende Kosten wie Maut oder Parking.


CHF 5900.– für Material

Der Monoskibob mit Dämpfer, Sitz-/Beinschale und Krückenskis unterliegen bei so intensivem Einsatz einem starken Verschleiss und brauchten stete Instandhaltung.

Ich rechne neben dem Verschleiss zusätzlich CHF 2000.– für die Amortisation jährlich hinzu, weil sowohl die Schale als auch der Monoskibob selber nach drei bis fünf Jahren getauscht werden müssen.

Günstig waren die Skis und Bindungen, welche ich von meinem Ausrüster HEAD erhielt. Die Skipflege und Wachs übernehmen die Servicemänner des Swiss Paralympic Ski Teams bzw. der Verband.


CHF 5000.– für Personal Training

Die Individualität der Behinderung ist im Sport einerseits interessant, führt aber auch zu zusätzlichen Kosten, weil sehr spezifisch auf den Athleten eingegangen werden muss. So ist es unabdingbar, einen persönlichen Trainer zu haben, der die Trainingspläne individuell anpasst und spezifische Übung plant und schult.

CHF 30’000.– Lebenshaltungskosten

Ich habe im Januar 2020 meinen Job gekündigt und im April ein Teilzeitstudium an der Hochschule Rapperswil angefangen. Dies auch aus dem Grund, um durch die gewonnene Flexibilität bessere Voraussetzungen für den Sport zu schaffen. Der Preis dafür ist natürlich der Lohnausfall. So kommt zusätzlich zu den angefallenen Kosten durch den Sport noch die Lebenshaltungskosten von min. 2500.– pro Monat hinzu, welche ich nun zu stemmen habe.


Nicht eingerechnete Kosten

Die Physiotheraphie, das Fitness-Abo und die entsprechenden Wegkosten werden hier nicht aufgeführt. Auch die Anschaffung und der Unterhalt des Handbikes (ein Ausdauertrainingsgerät ähnlich einem Rennrad) werden an dieser Stelle ignoriert, weil diese Kosten wohl auch ohne Spitzensport entstehen würden.

Ausgaben für den Sport pro Saison: CHF 27’500.– *

Lebenskosten à CHF 2500.–/Monat: CHF 30’000.–


Kosten pro Jahr: CHF 57’500.–



* Die exakten, einzeln aufgelisteten Kosten sind selbstverständlich auf Wunsch einsehbar. Ich berechne hier mit meinen Ausgaben der Saison 2018/2019, weil die Kosten der Saison 2019/2020 aufgrund des Coronavirus und somit ausgefallenen Trainings/Rennen nicht den zu erwartenden Kosten für die Kommende Saison entsprechen.